Unterschiedliche Hautypen

Es gibt verschiedenen Merkmale, nach denen Hauttypen bestimmt werden können. Häufig ist es der Zustand der Haut, der ein Hautbild beschreibt. Dann ist die Rede von einer öligen, trockenen oder sensiblen Haut. Es ist aber auch möglich, die Haut beispielsweise nach ihrer Lichtempfindlichkeit in Typen einzuteilen. Wenn es um die UV-Empfindlichkeit geht, gibt es sechs zu unterscheidende Hauttypen – von sehr hell bis sehr dunkel.

Hauttypen nach Lichtempfindlichkeit

Benannt sind diese verschiedenen Typen nach ihrem geografischen Vorkommen. Die hellen Hauttypen, beginnend mit Typ 1, finden sich eher in den nördlichen Regionen, die dunklen eher in den südlichen. Hauttyp 1 wird als „keltisch“ bezeichnet, Typ 2 als „nordisch“, Typ 3 als Mischtyp, Typ 4 als „mediterran“, Typ 5 als „dunkel“ und Typ 6 als „schwarz“.

Diese Einteilung bezieht sich auf die Hautfarbe, also darauf, ob sie eher „weiß“ oder eher „schwarz“ ist. Die Hautfarbe ist entscheidend, wenn es um die Lichtempfindlichkeit geht. Im Norden ist die Sonneneinstrahlung weniger stark als im Süden. Die Haut der Menschen entwickelte sich dadurch heller. Leider ist sie dadurch auch weniger gut gegen die Sonneneinstrahlung geschützt als die der Menschen in den südlichen Ländern. Entsprechend hoch ist das Hautkrebsrisiko der Menschen der Hauttypen 1 bis 3.

Bei diesen ersten drei Hauttypen ist das Risiko, einen Sonnenbrand zu erleiden, recht hoch. Denn der Eigenschutz der Haut ist gering. Je heller die Haut, desto geringer ist die Eigenschutzzeit gegen schädliche Sonnenstrahlung. Der keltische Hauttyp hat eine Eigenschutzzeit von unter zehn Minuten, bevor es zu einem Sonnenbrand kommen kann, der Mischtyp von bis zu einer halben Stunde. Es ist also notwendig, die Haut mit Sonnencreme zu schützen. Der Lichtschutzfaktor sollte entsprechend hoch sein. Je heller die Haut, desto höher muss der Lichtschutzfaktor sein.

Mediterrane, dunkle und schwarze Hauttypen bekommen kaum Sonnenbrand und das Hautkrebsrisiko ist relativ niedrig. Die Eigenschutzzeit der Haut liegt beim mediterranen Typ 4 bei über einer halben Stunde und beim schwarzen Hauttyp bei über 90 Minuten. Dennoch ist es angeraten, auch dunkle Haut mit pflegender Sonnencreme zu schützen. Sonnenstrahlung reizt die Haut und sorgt für eine Alterung der Hautzellen. Hautcremes schützen die Zellen vor Austrocknung und helfen beim Regenerieren.

Welche Hautpflegemittel die richtigen sind, kommt auf den Zustand der Haut an – nicht auf die Farbe. Aus diesem Grund ist in Sachen Hautpflege die Einteilung der Hauttypen anhand des Zustandes sinnvoller als anhand der Lichtempfindlichkeit.

Hauttypen nach Hautzustand

Trockene Haut sieht spröde aus, wenn sie ungepflegt ist. Sie hat keinen natürlichen Glanz. Sie juckt, wird schnell rot, spannt nach dem Baden oder Duschen und neigt zu Schuppen. Diese Merkmale machen sich vor allem in der kalten Jahreszeit unangenehm bemerkbar. Zwar kann die Neigung zur trockenen Haut angeboren sein, doch häufig sind es äußere Einflüsse, die die Haut reizen und die Zellen austrocknen lassen. Das kann eine hohe Sonneneinstrahlung, niedrige Luftfeuchtigkeit, größere Temperaturschwankungen oder schlechte Ernährung sein.

Auch übermäßiges Waschen oder starkes Peeling reizt die Haut. Die Barrierefunktion der Haut wird angegriffen. Die Zellen sterben und lagern sich als Hautschuppen an. Deswegen ist es wichtig, bei trockener Haut die Barrierefunktion wiederherzustellen. Es sind milde, fetthaltige Pflegemittel, die die Haut beruhigen und Feuchtigkeit spenden. Milde Hautpflegemittel enthalten keine Konservierungsstoffe und keine parfümierten Reinigungszusätze. Darauf könnte gerade eine trockene und deswegen gereizte Haut allergisch reagieren.

Vor allem natürliche Pflanzenöle eignen sich zur Pflege trockener Haut. Sie bilden eine Art Schutzfilm und verhindern dadurch einen Feuchtigkeitsverlust. Je weniger Duftstoffe in einem Pflegemittel enthalten sind, desto milder wirkt es. Parfüme, aber auch natürliche Duftstoffe reizen die Haut zusätzlich. Inhaltsstoffe, die sich für den trockenen Hauttyp eignen, sind beispielsweise Hyaluronsäure, Niacinamid oder Glyzerin. Eine Feuchtigkeitscreme kann mehrmals am Tag aufgetragen werden, auch an kühleren Tagen. Vaseline oder Jojobaöl vor dem Schlafengehen nährt die Haut, sodass sich die Zellen über Nacht regenerieren können.

Auch fettige oder ölige Haut sollte nicht zu häufig gewaschen werden. Dieser Hauttyp neigt zu großen Poren und dadurch zu erhöhter Talgproduktion. Die Folge sind Pickel und Mitesser. Fettige Haut entsteht durch ein öliges Sekret namens Sebum, das in den Talgdrüsen erzeugt wird. Es ist eigentlich für die Feuchtigkeitsversorgung zuständig. Doch wird zu viel davon produziert, lagert sich Sebum auf der Haut ab und sorgt für den typisch öligen Glanz. Die Hautporen weiten sich und verstopfen, wodurch auch Entzündungen entstehen können.

Um das Gleichgewicht der Haut wiederherzustellen, braucht es milde Pflegeprodukte auf Wasserbasis. Stoffe wie Niacinamid, Süßholzwurzelextrakt und Vitamin C beruhigen die Haut und regulieren die Talgproduktion in den Drüsen. Feuchtigkeitscremes auf Wasserbasis sind besonders empfehlenswert, denn auch fettige Haut darf nicht austrocknen. Das passiert bei allzu starken Gegenmaßnahmen. Sanftes Peeling ist den groben Scrubs vorzuziehen.

Es gibt einige Hausmittel, die sich zur Pflege von öliger Haut eignen. Gurken schützen vor den freien Radikalen. Das sind zellschädigende Molekülverbindungen. Gurken enthalten antioxidative Vitamine. Es hilft, das Gesicht nachts mit Gurke einzureiben, einwirken zu lassen und morgens mit lauwarmem Wasser abzuspülen. Die Kamille bietet sich für eine Dampfbehandlung an. Sie beruhigt die Haut, aber der Kamillendampf darf nicht zu heiß sein, denn das würde kontraproduktiv wirken und die Talgproduktion anregen. Ein drittes bekanntes Mittel ist der Apfelessig. Gemischt mit destilliertem Wasser sorgt Apfelessig dafür, den pH-Wert der Haut zu regulieren. Das Mischverhältnis sollte bei einem Viertel Essig und drei Viertel Wasser liegen. Damit kann das Gesicht vorsichtig eingerieben und nach etwa zehn Minuten mit klarem Wasser gereinigt werden.

Eine Mischhaut macht sich dadurch bemerkbar, dass einige Zonen des Gesichts, wie etwa Stirn, Nase und Kinn, ölig und andere zum Teil sehr trocken sind, etwa im Bereich der Augen und der Wangen. Mischhaut vermischt also zwei Hauttypen und ist am häufigsten vertreten. In den fettigen Gesichtsbereichen, in denen die Talgproduktion erhöht ist, das ist die sogenannte T-Zone, sind die Hautporen vergrößert und es treten vermehrt Hautunreinheiten auf.

Es ist also sinnvoll, die verschiedenen Gesichtspartien unterschiedlich zu reinigen und zu pflegen. Für die T-Zone bieten sich Pflegeprodukte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen an, die antibakteriell wirken: Ringelblume, Urea, Holunder, Malve, Kamille oder Melisse. Sie beruhigen die Haut, regulieren die Talgproduktion und verkleinern die Hautporen. Für die trockenen Zonen eignen sich rückfettende Gesichtscremes. Auch für die Mischhaut gilt: zu häufiges Waschen reizt die Haut und trocknet sie aus. Hier gilt ebenfalls: Weniger ist mehr.

Letztendlich gibt es noch den sensiblen Hauttyp. Diese Gesichtshaut reagiert sowohl auf Kälte als auch auf Wärme mit Rötung. Sie brennt, juckt und ist sonnenempfindlich. Ursache einer sensiblen Haut sind oft Allergien. Die Auslöser der Allergien sind leider sehr oft die Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten: Parfüms, aber auch pflanzliche Duftstoffe wie etwa Lavendel, Sandelholz, Minze, Hamamelis oder Teebaumöl. Diese Stoffe sind zwar nicht gefährlich, aber sie reizen die Haut.

Empfehlenswert für sensible Haut sind folgende Inhaltsstoffe: Niacinamid, Vitamin C, Vitamin E, Panthenol und Allantoin. Diese Stoffe wirken beruhigend, sind entzündungshemmend und regenerieren das Feuchtigkeitsgleichgewicht der Haut. Wichtig ist, dass die verwendeten Pflegeprodukte frei sind von Farb-, Konservierungs- und Duftstoffen und am besten auch frei von Mikroplastik. Auch hier gilt: Wenig waschen und dabei einen milden Reiniger benutzen, denn auch Wasser reizt die Haut und trocknet sie aus.

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