Eine entspannende Massage verbessert die Durchblutung und das Wohlbefinden

Ein Masseur übt mit seinen Händen oder Hilfsmitteln Druck- und Dehnungsreize auf die Haut, Muskulatur und das Bindegewebe aus. Eine Massage fördert die Durchblutung und entspannt die Muskulatur. Ebenso kann eine Massage Schmerzen lindern sowie die Beweglichkeit verbessern. Langes, einseitiges Sitzen während der Berufsausübung führt häufig zu schmerzhaften Belastungen von Rücken, Nacken und Schulter. Eine Massage kann für eine spürbare Entspannung der Muskulatur sorgen. Neben positiven körperlichen Reaktionen beeinflusst eine Massage ebenfalls den nervlich-seelischen Bereich. Eine wohltuende Massage kann zur Reduzierung stressbedingter Auswirkungen beitragen und das Einschlafen begünstigen. Gesichtsmassagen fördern die Hautdurchblutung und haben Wellness-Charakter. Zur Unterstützung eines Massageeffekts können verschiedene Öle, Lotionen und Cremes zum Einsatz kommen. Dies wirkt auch der Hauttrockenheit entgegen. Neben einer punktuellen Behandlung kommen ebenso Ganzkörpermassagen zur Anwendung. Viele Länder führen eine spezielle Massage nach alter Tradition durch. Eine klassische Massage, auch schwedische Massage genannt, hat folgenden Ablauf:

• Verstreichen des Massageöls auf den zu massierenden Körperteilen

• Haut und Muskulatur werden mit der ganzen Hand oder mit beiden Händen geknetet. Alternativ kann die Massage mit Daumen, Zeige- oder Mittelfinger erfolgen.

• Durch kreisende Bewegungen, mit dem Handballen oder den Fingerspitzen wird auf den betroffenen Muskeln Reibung erzeugt.

• Mit der aufgelegten ganzen Hand oder den Fingerspitzen erzeugt der Masseur leichte Erschütterungen. Durch Muskelzittern und Vibrationen können dadurch tiefer gelegene Gewebeschichten erreicht werden.

• Durch kurze, schlagartige Bewegungen mit der Handkante, der flachen Hand oder den Fingern wird die Durchblutung deutlich verbessert und Spannungen können gelöst werden.

• Nach Beendigung der Massage wird das Massageöl mit einem Handtuch abgewischt.

Zur optimalen Durchführung einer Massage sind spezielle Liegen verfügbar. Dadurch können Masseure eine vorteilhafte Arbeitsposition und Haltung einnehmen. Der Betroffene nimmt eine bequeme Lage ein. Dazu tragen Vertiefungen, Abrundungen und verstellbare Kopfstützen bei. Anstelle einer manuellen Massage kann diese auch mit elektrischen Geräten erfolgen. Ebenso kann in einer Wanne mit warmem Wasser eine Unterwasserdruckstrahl-Massage durchgeführt werden.

 

Spezielle Massagearten und Techniken

Bei einer Sportmassage kommen zusätzliche spezielle Grifftechniken zum Einsatz. Hiermit werden nach Sportart bedingt besonders ausgeprägte Muskelgruppen behandelt. Zur Lockerung und Entkrampfung kann eine Massage sehr kraftvoll durchgeführt werden. Bei der sogenannten Funktionsmassage erfolgt die Massage parallel zur Faserrichtung des betroffenen Muskels. Bei der Dehnung des Muskels werden auch Gelenke bewegt. Durch Abreibung der Haut mit einem feuchten Tuch kann die Durchblutung intensiv gefördert und der Kreislauf angeregt werden. Bei der klassischen Trockenmassage wird die Durchblutung der Haut durch streichende oder kreisende Bewegungen mit einer Naturbürste gefördert. Mit Faszien-Technik und Zugreizen führt eine Bindegewebsmassage zu Reaktionen in Organen und im Bewegungsapparat.

Internationale Massage-Klassiker

Die hawaiianische Ganzkörper-Energiemassage Lomi Lomi wird beidhändig durchgeführt und zielt auf die gleichzeitige Belebung von Körper und Geist ab. Aus passiven Dehnungs- und Streckbewegungen, Druckpunktmassagen und Gelenk-Mobilisationen besteht eine Thai-Massage. Neben Händen, Fingern und Ellenbogen werden durch die Masseure auch die Füße zur Massage genutzt. Durch eine gezielte Massage bestimmter Punkte werden bei einer Akupressur Blockaden des vegetativen Nervensystems gelöst. Außerdem soll zur Verbesserung der Körperfunktionen der Energiefluss optimiert werden. Die chinesische Akupressur gilt als älteste Massagetechnik. Als Ganzkörperölmassage erfolgt eine indische Ayurveda-Massage. Eine spezielle Massageliege ist dafür mit einem flüssigkeitsundurchlässigen Bezug ausgestattet. Durch die Heilkraft und den Duft natürlicher Kräuter soll bei einer Aromamassage stressbedingten Auswirkungen entgegengewirkt werden. Dabei soll eine wohltuende Entspannung von Körper und Geist erzielt werden. Die japanischen Massage Shiatsu ist eine Druck-Massage. Shiatsu bedeutet Fingerdruck. Durch Druck auf die körperlichen Leitbahnen soll der Energiefluss gefördert werden. Bei einer exklusiven Hot-Stone-Massage werden durch heißes Wasser auf circa 60 Grad erhitzte Steine auf den Körper gelegt. Die Selbstheilungskräfte des Körpers sollten bei einer Reflexzonen-Massage aktiviert werden. Muskeln, Knochen und Organe sind über Reflexbahnen miteinander verbunden. Deshalb erfolgt eine gezielte Stimulierung von Triggerpunkten. Dazu zählt auch die Druckbehandlung bestimmter Punkte der Fußsohle.

Massagen können therapiebegleitend gegen zahlreiche Beschwerden eingesetzt werden

Eine bedarfsgerechte Massage kann die Gesundheit fördern und Beschwerden entgegenwirken:

• Mangelnde Durchblutung

Mit den Mitteln einer Massage kann die Durchblutung erheblich verbessert werden. Beim Vordringen bis in tiefere Gewebeschichten wird der Zellstoffwechsel im Gewebe angeregt. In den behandelten Körperbereichen findet dadurch eine bessere Nährstoffversorgung statt. Der Transport von Abfallprodukten wird optimiert.

• Nacken- und Schulterverspannungen sowie Rückenbeschwerden

Durch eine Massage wird die Muskulatur durch verschiedene Techniken intensiv stimuliert, wodurch auch hartnäckige Verhärtungen und Verspannungen gelöst werden können. Bei regelmäßigen Fehlhaltungen und Fehlbelastungen kann eine Massage außerdem verhindern, dass die Beschwerden chronisch werden.

• Schlafstörungen

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass eine entspannende Massage wie eine Ayurveda Abhyanga Massage Schlafstörungen entgegenwirkt. Die positiven Auswirkungen einer Massage auf die Psyche sind bewiesen.

• Stärkung des Immunsystems

Eine Massage fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an und verbessert die Entsorgung von Giften und Schlacken. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt. Gezielte Reize können zusätzlich die Selbstheilungskräfte des Körpers stimulieren.

• Beschwerden nach sportlichen Belastungen

Nach sportlichen Belastungen kann eine verhärtete, verspannte Muskulatur durch eine Massage gelockert werden. Angesammelte Milchsäure und Schlacken werden schneller abtransportiert. Durch diese Effekte wird die Regeneration beschleunigt. Erforderliche Trainingspausen werden dadurch verkürzt.

• Depressionen

Etliche Studienergebnisse zeigen eine positive Wirkung der Massage zur Unterstützung bei der Behandlung von Depressionen und Angstzuständen. Der bloße Hautkontakt wirkt bereits entspannend. Außerdem werden durch eine Massage Endorphine, körpereigene Glückshormone, ausgeschüttet.

• Verdauungsbeschwerden

Massagen können durch die Stimulierung der Nervenverbindungen im Darm die natürliche Darmbewegung fördern. Eine sanfte Massage der Bauchregion entspannt die Muskulatur von Bauch und Darm, regt die Darmbewegung an und optimiert so die Verdauung.

• Spannungskopfschmerzen, Migräne

Eine gezielte Massage durch kreisende Bewegungen mit den Fingerspitzen von Zeige- und Mittelfinger kann bei akuter Migräne eine schmerzlindernde Wirkung haben. Der leichte Druck durch die Akupressur kann die Blutzirkulation verbessern und Anspannungen lösen.

• Allergien

Durch eine sanfte Massage von Akupunkturpunkten können die Symptome von allergischem Asthma und Heuschnupfen spürbar gelindert werden. Allergien stehen häufig im Zusammenhang mit psychischen Belastungen. Eine entspannende, angenehme Massage kann ausgleichend wirken.

Wann sollte eine Massage nicht durchgeführt werden?

Bei zahlreichen Erkrankungen darf eine Massage nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen durchgeführt werden. In folgenden Fällen sollte keine Massage angewendet werden:

• schwerwiegende Gefäßerkrankungen

• infektiöse Hautkrankheiten

• akute Thrombose und Krampfadern

• frisch überstandene Operationen

• akute fieberhafte Erkrankungen

• akute Entzündungen und Infektionen

• Verletzungen mit Blutungen, Knochenbrüchen, schweren Prellungen, offenen Wunden

Bereits eine Massage reduziert Stressfolgen

Gemäß dem Ergebnis einer amerikanischen Studie wirkt sich bereits eine Massage positiv aus. Blutuntersuchungen deuten klar auf eine Stärkung des Immunsystems und Veränderungen im hormonellen Bereich hin. Die Anzahl der Abwehrzellen erhöht sich. Außerdem verringern sich die Stresshormone. Blutdruck und Pulsfrequenz werden mit Einfluss auf das vegetative Nervensystem reguliert. Eine Erholung ist körperlich wie emotional spürbar. Nach einer Massage fühlen sich die Betroffenen entspannt. Durch eine Massage können Körperhaltung, Bewegung und Vitalität verbessert werden. Eine Reduzierung des Stresspegels ist eindeutig feststellbar.

Fazit

Eine Massage kann mit vielfältigen Techniken am ganzen Körper oder in Teilbereichen durchgeführt werden. Die Auswahl aus verschiedenen Massagearten richtet sich nach dem individuellen Bedarf oder dient allgemein den Zielen von Entspannung und Erholung. Mithilfe einer Massage werden häufig muskuläre Verspannungen und Verhärtungen gelöst. Als Begleitung therapeutischer Maßnahmen kann eine Massage Körper wie Geist positiv beeinflussen. Eine Massage zählt aufgrund ihrer Wirkungen ebenso zum Wellnessbereich. Dadurch können stressbedingte Auswirkungen verringert und ein Wohlgefühl erzeugt werden.

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